USA investieren 108 Milliarden in neue Atomwaffen

Bild: Yuri Gripas / Reuters

Atomare Abrüstung? In den USA geht der Trend in die gegenteilige Richtung. Wie US-Verteidigungsminister Ashton Carter bei einem Besuch am Luftwaffenstützpunkt Minot in North Dakota bekanntgab, werden innerhalb von fünf Jahren 108 Milliarden Dollar in neue Atomwaffen investiert. Begründung: Die nukleare Abschreckung sei das Fundament der Sicherheit.

Das Atomwaffenarsenal der USA soll nicht nur ausgebaut, sondern auch modernisiert werden, so Carter. Für ihn sei es "beschämend", dass "kleinere nukleare Attacken", etwa von Nordkorea oder Russland, die "militärisch überlegenen USA" schwächen könnten. Die US-Nukleartechnik würde zum Teil noch aus der Ära des Kalten Krieges stammen.

Dass der Ausbau des Arsenals internationale Spannungen verstärken könnte, hält der Verteidigungsminister für "unwahrscheinlich". Für das Pentagon sei es nun "oberste Priorität", den Plan umzusetzen, denn auf dem Fundament der nuklearen Abschreckung beruhe die Sicherheit des Landes. Ausdrücklich warnte Carter Nordkorea, die "andauernden Provokationen" würden "nicht unbeantwortet" bleiben.

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