Welt

USA: Mann fährt mit Auto in Protestmarsch

In der kalifornischen Stadt Brea ist ein Auto in einen Protestmarsch für die Rechte von Einwanderern gefahren. Dabei wurden sechs Menschen verletzt.
Heute Redaktion
13.09.2021, 22:45

Bei dem von einer örtlichen Gewerkschaft organisierten Protestmarsch in der US-Stadt Brea ist ein Auto quer durch die vorbeigehenden Demonstranten gefahren. Dabei sind laut den Organisatoren sechs Menschen verletzt worden, allerdings nur leicht, wie die Polizei mitteilte.

Ein Video zeigt den Vorfall. Der Zug der Demonstranten, die für die Rechte von Einwanderern und Arbeitern in der Gastronomie auf die Straße gingen, überquerte gerade einen Zebrastreifen, als ein Auto unter Hupen beschleunigt. Eine ältere Frau landet auf der Motorhaube und wird einige Meter mitgenommen.

Erinnerungen an tödlichen Anschlag von Charlotteville

Polizeibeamte, die die Demo begleiteten, stürmten sofort herbei und nahmen den Fahrer fest. Einige Passanten befürchteten einen Anschlag ähnlich wie in Charlotteville, wo ein Rechtsextremist in eine Anti-Neonazi-Demo raste und eine Frau tötete.

In diesem Fall dürfte es sich jedoch wohl nicht um einen Anschlag gehandelt haben. "Wir glauben nicht, dass er jemanden verletzen wollte", teilte ein Sprecher der Polizei mit. Der Fahrer – dessen Auto ein Behindertenkennzeichen hat – dürfte einfach versucht haben, an den Demonstranten vorbeizukommen, so die Exekutive.

(red)

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen