Welt

USA-Militäraktion an Grenze von Nordkorea

Die Regierung von Pjöngjang ist empört, doch Trump zieht nicht zurück: Trump marschiert an die Grenze von Nordkorea - für eine Übung.
Heute Redaktion
13.09.2021, 23:29

Insgesamt 17.500 US-Soldaten sind im Einsatz. Gemeinsam mit den Streitkräften aus Südkorea beginnt das Projekt "Ulchi Freedom Guardian" - ein jährliches Militärmanöver.

Doch die Spannungen der drei beteiligten Nationen machen die Übung dieses Mal besonders brisant. Nordkorea ist empört über die Militäraktion der beiden Staaten, denen man feindlich gestimmt ist.

Grund dafür ist auch Trumps Provokation gegenüber dem Nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Erst kürzlich drohte er mit "Feuer und Wut", nachdem die Regierung von Pjöngjang zwei Interkontinentalraketen testete. Die Raketen hätten auf die US-Pazifikinsel Guam gefeuert werden sollen.

"USA bereitet Angriff vor"

Die Übung soll elf Tage lang andauern. Dabei wird ein Krieg auf der koreanischen Halbinsel simuliert. Neben den 17.500 Soldaten im Einsatz wurden weitere 28.000 zur Abschreckung in Südkorea stationiert. Ziel der Übung, so US-Verteidigungsminister James Mattis, sei es, die Fähigkeit und Bereitschaft der USA sicherzustellen, den verbündeten Staat Südkorea zu verteidigen.

Kim Jong Un sieht das Manöver jedoch als eindeutige Provokation. Außerdem hätte man keine Garantie, dass die Übung nicht einen Kampf mündet. Washington bestreitet die Vorwürfe.

(slo)

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