US-Außenminister Marco Rubio hat sich besorgt über eine mögliche Ausweitung des russischen Krieges gezeigt. Als Auslöser für ein solches Szenario nannte er unter anderem hybride Angriffe oder Sabotageattacken.
"Diese Dinge geben Anlass zur Sorge", betonte Rubio nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in New York.
Währenddessen bekräftigte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha, dass Kiew zu einer sofortigen, vollständigen Waffenruhe ohne Bedingungen bereit sei – vorausgesetzt, auch Moskau halte sie ein. Russland lehnt dies jedoch weiterhin ab.
Wie es bei n-tv heißt, hat Lawrow im UN-Sicherheitsrat allen Überlegungen zu einer Waffenruhe erneut eine Absage erteilt. Nur Europa wolle eine solche Pause, um die Ukraine mit Waffen vollzupumpen, behauptete er. Moskau suche eine "umfassende Regelung" für ein Ende des Konflikts.
Der ukrainische Außenminister warf Russland vor, in Europa bereits Brandstiftung, Anschläge und Cyberattacken zu verüben. "Russlands Krieg gegen Europa ist nicht mehr hybrid. Anstatt Frieden zu schützen, verbreitet Russland Krieg", sagte Sybiha.
Unter hybrider Kriegsführung versteht man eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen und geheimdienstlichen Mitteln – inklusive Cyberattacken und Desinformationskampagnen.
US-Präsident Donald Trump hatte Russland bereits vergangene Woche der Angriffe auf Verbündete der Ukraine bezichtigt. "Seit etwa fünf Jahren greifen sie die Verbündeten der Ukraine an", sagte er im Weißen Haus.