Ein ranghoher Taliban-Führer hat laut Nachrichtenagentur AP mitgeteilt, dass diese Woche ein Treffen mit Vertretern der US-Regierung stattgefunden hat. Damit hätte es erstmals direkte Gespräche mit der radikalislamischen afghanischen Taliban gegeben, was dafür sprechen würde, dass Präsident Donald Trump einen Weg sucht, um den dortigen Krieg zu beenden.
"Die Diskussion war vorbereitend, anfänglich, und beide diskutierten ein zukünftiges Treffen und Kontakte", wird einer der Männer von der New York Times zitiert. Eine weitere Zusammenkunft werde es bestimmt geben, wenn auch noch nichts vereinbart wurde.
Die Gespräche sollen mit der US-Südasien-Gesandten Alice Wells und weiteren US-Diplomaten im Golfstaat Katar, genauer in der Hauptstadt Doha, stattgefunden haben. Die Taliban fordern schon seit geraumer Zeit direkte Verhandlungen mit den USA.
Das Außenministerium bestätigte eine Reise von Wells nach Katar. Gespräche mit der Taliban wurden nicht dementiert. Der stellvertretende Leiter des Hohen Friedensrates in Kabul, Ataullah Salim, meinte, dass ihm keine Informationen über direkte Gespräche der Amerikaner mit den Taliban vorliegen würden.
Die Bilder des Tages:
(red)