Trump-Schwiegersohn Jared Kushner und der Putin-Berater Kirill Dmitrijew sollen in den vergangenen Wochen über einen möglichen Einstieg eines US-Investors bei den Nord-Stream-Pipelines gesprochen haben.
Die Leitungen lieferten vor dem Ukraine-Krieg Gas nach Deutschland, liegen aber seit 2022 still.
Kushner sieht Geschäftsabschlüsse als zentrales Element zur Wiederherstellung des Friedens zwischen Russland und der Ukraine. Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärte jedoch, es habe "in letzter Zeit keine Gespräche über Nord Stream gegeben".
Das Thema stehe aber weiterhin auf der Tagesordnung, heißt es auf n-tv. Die beiden hätten sich zuletzt in Moskau und New York getroffen. Auch über den Verkauf von Lukoil-Geschäftsbereichen wie Raffinerien und Tankstellen in Europa werde verhandelt.
Die deutsche Bundesregierung lehnt eine Wiederinbetriebnahme der Pipelines strikt ab. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums verwies auf europäische Sanktionen. Deutschland habe seine Abhängigkeit von russischem Gas beendet - "daran halten wir fest".
Der deutsche Grünen-Abgeordnete Michael Kellner warnte eindringlich: "Es droht ein ganz schmutziger Deal zu Lasten Europas."
Amerikaner und Russen könnten sich die Profite teilen und Europa erpressen. Nord Stream sei "der größte Fehler deutscher Energiepolitik der vergangenen Jahrzehnte".
Die Nord-Stream-Pipelines wurden im September 2022 durch Unterwasserexplosionen stark beschädigt. Sie sind von US-Sanktionen belegt. Trump könnte diese jedoch aufheben oder lockern.