USA wollen Prinz Andrew zur Aussage zwingen

Prinz Andrew wird vorgeworfen, Sex mit einer Minderjährigen gehabt zu haben. Epstein soll die junge Frau zur Prostitution gezwungen haben. 
Prinz Andrew wird vorgeworfen, Sex mit einer Minderjährigen gehabt zu haben. Epstein soll die junge Frau zur Prostitution gezwungen haben. (Bild: picturedesk.com/APA)
Wie britische Medien berichten, haben die USA ein Rechtshilfebegehren gestellt. Der Sohn der Queen ignorierte die Anfrage des FBI bisher und wollte zum Fall Epstein nicht aussagen. So könnte die US-Behörde den Royal festnageln. 

Bislang hat sich Prinz Andrew geweigert, sich von der Staatsanwaltschaft im Fall Epstein befragen zu lassen. Nun könnte es sein, dass ihm keine andere Wahl bleibt. Wie die "Sun" schreibt, hat die US-Justiz ein offizielles Rechtshilfebegehren bei ihren britischen Kollegen gestellt. Dies bedeutet, dass ein Gericht in England den Royal zu einer Aussage zur Affäre Epstein zwingen könnte.

US-Anwältin Gloria Allred ließ einen US-Schulbus mit Prinz Andrews Bild bekleben und am Buckingham Place vorbeifahren: "Wenn Sie diesen Mann sehen, bitten Sie ihn, dem FBI Fragen zu beantworten"
US-Anwältin Gloria Allred ließ einen US-Schulbus mit Prinz Andrews Bild bekleben und am Buckingham Place vorbeifahren: "Wenn Sie diesen Mann sehen, bitten Sie ihn, dem FBI Fragen zu beantworten" Stefan Rousseau / PA / picturedesk.com

Damit würde der Druck auf den 60-Jährigen und die britische Justiz erhöht. Bislang hat der Royal stets seine Unschuld beteuert und bestritten, Sex mit einer Minderjährigen gehabt zu haben. Darauf beharrte er auch in einem Interview im vergangenen November mit der britischen BBC: "Ich kann Ihnen absolut kategorisch sagen, dass es nie passiert ist." Und er betonte, sich nicht daran zu erinnern, das mutmaßliche Opfer, Virginia Roberts Giuffre, jemals getroffen zu haben.

"Diplomatischer Alptraum"

Epstein, mit dem Prinz Andrew jahrelang befreundet war, war vorgeworfen worden, Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben. Im vorigen August, kurz nach seiner Festnahme, hatte er sich im Alter von 66 Jahren in einem New Yorker Gefängnis das Leben genommen.

Gemäß der "Sun" hat sich die britische Justiz noch nicht zu dem Rechtshilfebegehren aus den USA geäußert. Ein Insider bewertet die jüngste Entwicklung als bedeutenden Schritt seitens der USA, den Fall aufzuklären. Eine strafrechtliche Untersuchung rücke damit immer näher – für Andrew und die Königsfamilie ein "diplomatischer Alptraum".

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