Temporäres Ute-Bock-Denkmal feierlich eröffnet

Am Dr.-Karl-Lueger-Platz, gleich vor dem Cafè Prückl, steht von heute bis zum 20. Mai ein neues temporäres Denkmal für die verstorbene Flüchtlingshelferin.
Ute Bock erhält für drei Wochen ein "Denkmal" in Wien. Es steht am Dr.-Karl-Lueger-Platz und wurde an diesem Freitag feierlich eröffnet.

Riesige Plakatwand steht drei Wochen vor Cafè Prückl

Eine riesige Plakatwand mit Ute Bock darauf, sowie zwei ihrer Schützlinge, wurde an diesem Freitag mit Ansprachen eröffnet. Vor Ort sprachen Martina Taig von Kunst im offentlichen Raum GmbH, Gustav Schorghofer SJ von Otto Mauer Fonds, Ariane Baron vom Fluchtlingsprojekt Ute Bock sowie Thomas J. Klein der Bezirksrat der Innenstadt und Martin Krenn von der Universitat fur angewandte Kunst.

Die Idee des Ute-Bock Platz wurde zu temporären Ute Bock Denkmal

Die 2018 verstorbene Flüchtlingshhelferin Ute Bock, sollte ursprünglich einen eigenen Platz erhalten. Der Dr. Karl-Lueger Platz, der nach dem ehemaligen Bürgermeister Wiens (1844-1910) benannt wurde und aufgrund seiner Vergangenheit als Wegbereiter des Antisemitismus stets für Kontroversen sorgt, sollte in einen Ute-Bock-Platz umbenannt werden. "Man wolle die Vergangenheit nicht auslöschen", hieß es von Seiten des Rathauses. Daher entstand eine neue Idee der Künstler Fritzenwallner und Ines Hochgerner (Kulturverein fur kritische Asthetik). Ein Denkmal von Ute- Bock wurde dem damaligen Bürgermeister gegenübergestellt. "So können beide in einen Dialog treten", betonen die Künstler.

CommentCreated with Sketch.2 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Bis 20. Mai steht Flüchtlingshelferin antisemitischen Bürgermeister gegenüber

Bis 20. Mai wird das Denkmal zu sehen sein: Der antisemitische Bürgermeister und die Flüchtlingshelferin werden somit in Beziehung gesetzt. Das Projekt von Peter Fritzenwallner und Ines Hochgerner (Kulturverein fur kritische Asthetik) wurde zusätzlich von der Kunst im offentlichen Raum GmbH (KOR), der Universitat fur angewandte Kunst Wien und dem Otto-Mauer-Fonds unterstützt, sowie von dem Fluchtlingsprojekt Ute Bock. (no)

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