Donnerstagvormittag fixierten die Stadt Linz und Eigentümer Japan Tobacco den 17-Millionen-Euro-Deal für die Austria Tabak Werke (ATW). Nun will Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) das 70.000 Quadratmeter große Areal mit Leben erfüllen. Wie und wann ist aber trotz einer Studie der Kepler-Universität noch unklar.
Prof. Robert Bauer und sein Institut für Organisation präsentierten der Öffentlichkeit nun drei Konzepte, wie die an der Donaulände gelegene Liegenschaft genutzt werden könnte. Drei wenig detaillierte Szenarien hat der Experte erstellt: Die Tschickbude könnte als Kreativgelände für Künstler und Unternehmen, als Ausbildungs- und Medizin-Uni-Standort oder als Treffpunkt für Kinder und Jugendliche dienen. Wir haben keinen Zeitdruck und wollen auch keine Schnellschüsse, erklärt Dobusch und will nun erst mal eine Entwicklungs- und Betriebs-GesmbH für die Austria Tabak Werke ins Leben rufen. Als Zeithorizont für die Nutzungsumsetzung nennt der Linzer Bürgermeister 2015. Bis dahin will die Stadt das gesamte Gelände im Jetzt-Zustand erhalten. Eine Zwischennutzung für künstlerische Projekte oder eine Vermietung an Gewerbebetriebe kommt für die Stadtväter nicht in Frage.
Noch läuft die Zigarettenherstellung in den ATW auf Hochtouren. Wie Insider berichten, wurden sogar Maschinen aus anderen Bundesländern in die Landeshauptstadt geschafft. Mit 31. 12. 2009 wird die Produktion eingestellt - die 159 Jahre lange Linzer Tabak-Tradition findet damit ihr Ende.Jürgen Tröbinger