Österreich

Vandale wollte "Kopfgeld" zur eigenen Tat kassieren

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:54

Besonders dreist hat sich ein 22-jähriger Vandale in Schwanenstadt verhalten. Nachdem er mit drei Freunden ein Auto völlig demoliert hatte, wollte er auch noch die vom Besitzer ausgelobte Ergreiferprämie kassieren. Als ihn die Polizei zur Rede stellte, war der junge Mann wie später auch die anderen Beteiligten geständig.

Anfang August fielen die vier Freunde im Alter von 16, 17, 19 und 22 Jahren über ein Auto her. Sie besprühten den Wagen in drei Farben. Unter anderem hinterließen sie Schriftzüge wie "ACAB", "LASK", "HURE" und "SMAYL" auf dem Pkw.

Mit den Füßen traten sie gegen das Auto und demolierten damit Seitentüren und die Motorhaube. Einer der vier schlug die Windschutzscheibe mit einer Vorhangstange ein. Der Schaden betrug rund 8.000 Euro.

Vandale sah Flugblatt

"Ich war total schockiert, als ich das Auto sah", erinnert sich der 47-jährige Autobesitzer zurück. "Ich wollte wissen, ob das gegen meine Familie gerichtet war." Daher setzte er auf eigene Faust 1.000 Euro Belohnung für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus. Zusätzlich verteilte er ein Flugblatt im Raum Schwanenstadt.

Der 22-Jährige meldete sich wenig später bei dem Autobesitzer telefonisch. Er kenne die drei Täter und würde alle Namen nennen. Aber unter der Bedingung, dass das Treffen am nächsten Tag stattfinden würde. Tags darauf trafen sich die beiden in einem Kaffeehaus. Im Lokal befand sich zusätzlich ein Polizeibeamter in Zivil, der die beiden belauschen sollte. Der junge Mann nannte tatsächlich Namen und Telefonnummern seiner drei Komplizen.

Sich selbst Beamten in Zivil ausgeliefert

"Als er meinte, er wolle mit der Polizei nichts zu tun haben und vor Gericht nicht als Zeuge aussagen, gab sich der Beamte zu erkennen" berichtete der 47-Jährige. "Es hat keine fünf Minuten gedauert und der Polizist hatte in einem netten Gespräch ein komplettes Geständnis aus ihm herausgebracht". Das Geld wollte der junge Mann für die Finanzierung seines Führerscheins haben.

Alle vier Beschuldigten zeigten sich geständig. Das Auto hätten sie aus Langeweile beschädigt, gaben sie in der Vernehmung an. Sie wurden wegen Verdachts der schweren Sachbeschädigung an die Staatsanwaltschaft Wels angezeigt.

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