Die brutale Zerstörung eines Maibaums erregt derzeit in Pottendorf (NÖ) die Gemüter. Der ganze Stolz des Landespflegeheims wurde gefällt, die Spitze abgeschnitten und der Kranz gestohlen. Die Überreste ließen die Vandalen liegen. "Das ist kein Lausbubenstreich mehr", ist der Direktor erzürnt.
Die brutale Zerstörung eines Maibaums erregt derzeit in Pottendorf (NÖ) die Gemüter. Der ganze Stolz des Landespflegeheims wurde gefällt, die Spitze abgeschnitten und der Kranz gestohlen. Die Überreste ließen die Vandalen liegen. "Das ist kein Lausbubenstreich mehr", ist der Direktor erzürnt.
Die 104 Bewohner des Pflegeheims hatten sich schon sehr auf das Fest anlässlich des Maibaumumschneidens am 10. Juni gefreut. Es ist eine beliebte Abwechslung zum Alltag und hatte in den letzten sechs Jahren auch viele Besucher aus dem Ort wie ein Magnet angezogen.
Doch in diesem Jahr fiel der Baum schon in der Nacht nach dem Aufstellen am 30. April ungewollt zu Boden. Es handelt sich um keinen Maibaum-Diebstahl, wie er am Land immer wieder vorkommt, denn die Täter gingen äußert brutal zu Werke. Der Maibaum wurde abgesägt, die Spitze abgeschnitten und der Kranz gestohlen. Den Rest des Stammes ließen die feigen Vandalen am Boden liegen.
Heimbewohner traurig
"Es sind schon viele Heimbewohner sehr traurig", berichtete Direktor Martin Wieczorek im Gespräch mit "Monatsrevue". "Wenn die Unbekannten den Baum nur umgeschnitten hätten, na gut, da hätte man noch sagen können das ist 'Brauchtum'", sagte der Leiter. Die Zerstörung des Baumes "ist für uns alle nicht nachvollziehbar. Das ist kein Lausbubenstreich mehr!" Wieczorek hat den Vorfall bei der Polizei angezeigt.