Im gemeinsamen Podcast "Schön laut" sprechen Vanessa Mai (33) und Moderatorin Lola Weippert (30) offen über ihre Kindheit und Jugend im süddeutschen "Ländle". Dabei kommen auch schwierige Themen zur Sprache: Beide Frauen haben während ihrer Schulzeit Mobbing erlebt.
Die Schlagersängerin wusste schon früh, dass sie auf die Bühne wollte. Doch genau dieser Traum machte sie zur Zielscheibe ihrer Mitschüler. "Wie oft wurde ich ausgelacht, wenn ich auf der Bühne stand und gesungen habe", erzählte Mai.
Besonders eine Schulaufführung von "Der Zauberer von Oz" ist der 33-Jährigen in Erinnerung geblieben. Als sie "Over the Rainbow" sang, wurde eine Textzeile vom Publikum zweideutig verstanden und ihre damaligen Freundinnen lachten sie lautstark aus.
Doch Mai ließ sich davon nicht entmutigen: "In diesem Moment dachte ich mir nur: Das hat mich so angetrieben, das kannst du dir nicht vorstellen. Das war der Motor für mich." Auch Weippert schilderte einschneidende Erfahrungen, die "auch echt viel gebrochen hat in mir".
Nach dem Wechsel von der Waldorfschule auf ein Gymnasium wurde sie gemobbt. "Ich war das Bauernkind, dann noch von der Waldorfschule", erinnerte sich die Moderatorin. Wegen ihres Mundes wurde sie als "Breitmaulfrosch" gehänselt.
Mit zwölf Jahren begann Lola zu modeln und stand für Werbeprospekte eines Discounters vor der Kamera. Statt eines Traumstarts folgten harte Kritiken: In ihrer Kartei habe gestanden, sie sei zu muskulös und habe einen zu männlichen Körper.
Vanessa Mai fand das "krass" und konnte nachvollziehen, dass diese Zweifel Lola bis heute verfolgen.