Griechenlands Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis, der in der Finanzhilfe-Causa rund um Premier Alexis Tsipras zurückgetreten war, hatte offenbar einen konkreten Plan in der Tasche. Mit diesem sollte das Land über Nacht aus der Euro-Gruppe aussteigen und zur Drachme zurückkehren. Belegt wird dies durch einen Audiomitschnitt.
Griechenlands Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis, der rund um Premier Alexis Tsipras zurückgetreten war, hatte offenbar einen konkreten Plan in der Tasche. Mit diesem sollte das Land über Nacht aus der Euro-Gruppe aussteigen und zur Drachme zurückkehren. Belegt wird dies durch einen Audiomitschnitt.
"Stimmt alles nicht, blühende Fantasie", so Varoufakis zu dem angeblichen Geheimplan. Laut griechischen Medien handelt es sich bei der aufgezeichneten Stimme, die mit Investoren verhandelt, eindeutig um den Ex-Minister - was dieser auch gar nicht bestreitet. Kurios: Bereits im mitschnitt kündigte Varoufakis an, alles zu leugnen, sollte es an die Öffentlichkeit gelangen. Varoufakis sieht sich aber falsch zitiert, beruft sich auf theoretische Vorbereitungen. Dass er, wie im Mitschnitt zu hören, das Steuersystem hacken wollte, sei nicht wahr.
Der Plan hätte vorgesehen, dass Griechenland über Nacht aus dem Euro aussteigt und eine neue Währung bzw. die Drachme wieder einführt. Dieser Plan wurde in einem Telefonat mit Hedgefonds-Managern ausgesprochen. Außerdem hätte das Finanzministerium gehackt werden sollen, um die Kontrolle der Troika zu umgehen - und der Chef der griechischen Zentralbank entmachtet werden. Pikant dabei: Tsipras selbst soll nichts von den Plänen gewusst haben. Vielleicht ein grund, warum er Varoufakis den Rücktritt nahegelegt haben soll.