"Wenn die See rau wird, ist mein Platz auf der Brücke"

Maria Vassilakou: "Das Wichtigste ist es, jetzt zuzuhören."
Maria Vassilakou: "Das Wichtigste ist es, jetzt zuzuhören."Bild: Sabine Hertel

Das Wahlergebnis müsse analysiert werden. Und: "Das Wichtigste ist, zuzuhören, was die Menschen sagen", so Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Mit einer Metapher bringt Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou die Situation der Grünen am Tag nach der Wahl auf den Punkt: "Wenn die See rau wird – und sie ist so rau wie nie –, ist mein Platz auf der Brücke."

Wiens Grünen-Chefin Vassilakou: "Analyse des Desasters wichtig"

Wichtig sei "eine Analyse des Desasters" und "Zusammenhalt, Besonnenheit und Stabilität, um aus dem Tief herauszufinden", so Wiens Grünen-Chefin zu "Heute".

Es gehe "nicht ums Köpferollen" und nicht darum, "jemanden öffentlich hinzurichten", kommentiert Vassilakou einzelne Forderungen nach einem Rücktritt des Bundesvorstands. Und: "Schnellschüsse bringen nichts. Ich warne davor, nur nach einer Ursache zu suchen", so die Grünen-Chefin.

Vassilakou: "Das Wichtigste ist, zuzuhören"

"Die Wähler haben eine eindeutige Botschaft an uns gerichtet. Sie wollen das gegenseitige Absägen nicht und sie wollen nicht, dass aus den Grünen zwei Listen werden", sagt Vassilakou. Die Analyse zeige, dass viele Wähler zur SPÖ gewandert seien. "Besserwisserei hilft nichts. Es muss sich sehr viel ändern", so Vassilakou. Die Grünen-Chefin hofft vor dem internen grünen Erneuerungsprozess auf Input von außen: "Das Wichtigste ist, zuzuhören. Warum haben ehemalige Grün-Wähler diesmal anders gewählt?" Erst dann könne man einen Erneuerungsprozess einleiten.

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