Vater (29) schüttelte Baby tot - keine Mordanklage

Am 6. März wird verhandelt.
Am 6. März wird verhandelt.Bild: iStock, Thomas Lenger

Er verletzte bereits seinen damals sieben Monate alten Sohn schwer, tötete später seine drei Monate alte Tochter – einer Mordanklage entgeht ein 29-Jähriger aber.

Im Juli schüttelte ein Patrick R. (29) aus dem Bezirk Mistelbach seine drei Monate alte Tochter Janika so heftig, dass sie leblos zusammensackte – er hatte sie ruhigstellen wollen. Das Baby wurde noch per Hubschrauber mit schweren Kopfverletzungen ins SMZ Ost nach Wien geflogen, konnte aber nicht gerettet werden und starb zwei Tage später.

Der 29-Jährige wurde festgenommen, die Staatsanwaltschaft ermittelte nach dem Tod und ordnete eine Obduktion an. Patrick R. gestand, dass er das Baby geschüttelt hatte, saß seither in U-Haft. Jetzt liegt die Anklage der Staatsanwaltschaft vor: Weil es keinen erkennbaren Tötungsvorsatz gegeben habe, muss sich R. im März nicht wegen Mordes, sondern wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang (bis zu 15 Jahre Haft) vor Gericht verantworten.

Auch die Mutter wird angeklagt, wegen Vernachlässigung eines Unmündigen. Denn: R. hätte eigentlich gar nicht bei seinen Kindern sein dürfen, hatte ein Verbot vom Jugendamt. Bereits bevor er seine Tochter zu Tode schüttelte, hatte er seinem damals sieben Monate alten Sohn Jacob den Oberschenkel gebrochen. Er wurde verurteilt, bekam ein Kontaktverbot. Die Mutter ließ ihn dennoch zu den Kindern.

(min)

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MistelbachGood NewsNiederösterreichLisa Totzauer

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