Vater des Schützen wartete neben den Leichen

Nach der Bluttat in Hanau mit insgesamt elf Toten steht Deutschland unter Schock. Der Vater des mutmaßlichen Täters gibt Rätsel auf.

Welche Rolle spielte der 72-jährige Vater des rechtsextremen Terroristen (43) von Hanau? Nachdem sein Sohn mutmaßlich neun Menschen erschossen hatte, stürmt eine Spezialeinheit der Polizei dessen Haus. Sie finden dort auch die Leiche der Mutter (72). Der Attentäter liegt tot daneben. Der Vater, der unverletzt blieb, soll laut eines Nachbarn mehrere Stunden neben den Leichen ausgeharrt haben.

Was im Haus genau passierte, ist noch unklar. Deswegen führen die Ermittler den 72-Jährigen als Beschuldigten ab. Laut Informationen der "Bild"-Zeitung gehen die Ermittler nicht davon aus, dass der Vater an den Morden beteiligt war. Ein Nachbar sagt zur Zeitung: "Wir wundern uns sehr, dass nur der Vater überlebt hat. Was hat der stundenlang neben den Leichen gemacht?"

Vater polizeibekannt

Der 72-Jährige soll polizeibekannt sein, unter anderem wegen falscher Verdächtigung, übler Nachrede, Falschaussage, Erpressung. In der Nachbarschaft gilt er als Querulant. Er soll seinem Sohn während der Schulzeit verboten haben, sich mit Migranten anzufreunden.

Ein Nachbar zur "Bild"-Zeitung: "Er machte immer Ärger, wegen Mülltonnen oder der Hecke, dann ging es oft um seine zwei abgemeldeten Autos, die vor den Garagen stehen. Immer war irgendwas. Immer kam er raus, machte Probleme. Hat sogar Mülltonnen der Nachbarn versteckt."

Nach dem der Sohn seinen Job bei einer Versicherung verloren haben soll, sei er wieder bei seinen Eltern eingezogen. Er habe eine Zeit lang Arbeitslosengeld bezogen.

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