Österreich

Vater hat Infarkt, Sohn droht Notarzt mit dem Tod

Heute Redaktion
13.09.2021, 18:31

Lebensrettung unter Lebensgefahr: Während ein Notarzt und drei Sanitäter um das Leben eines Seniors kämpften, drohte der Sohn des Patienten den Rettern mit dem Umbringen.

Während eines dramatischen Rettungseinsatzes im Bezirk Gmünd drehte ein 45-Jähriger durch und drohte vier Rot Kreuz-Einsatzkräften mit dem Umbringen.

Der Vater des 45-Jährigen war am 13. Oktober 2018 zusammengebrochen, wurde vom Notarzt und drei Sanitätern wiederbelebt, dabei schrie der Sohn: „Eins, zwei, drei, vier ... Tote gibt es, wenn mein Vater stirbt." Dabei zeigte er jeweils mit dem Finger auf die vier Helfer. Nach der Rettung kam auch gleich die Polizei und nahm den erst Anfang Oktober aus dem Gefängnis entlassenen Sohnemann mit.

9 Monate Haft

Jetzt musste der 20-fach vorbestrafte Waldviertler erneut auf die Anklagebank. Vor Gericht am Montag in Krems meinte der Angeklagte: „Ich war leicht alkoholisiert und außer mir, weil es so eine extreme Situation war."

Der Mann entschuldigte sich beim Prozess per Handschlag einzeln von den Opfern. Das (nicht rechtskräftige) Urteil: Neun Monate unbedingte Haft wegen gefährlicher Drohung. (Lie)

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