Ein 53-jähriger Baumeister aus dem Bezirk St. Pölten-Land ist sauer: Er sei negativ PCR-getestet, dennoch droht ihm jetzt nach einem Verstoß gegen seinen Absonderungsbescheid eine Anzeige.
Die Hintergründe: "Der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten wurde von einer mittels PCR- oder Antigen-Test auf COVID-19 positiv getesteten Person mitgeteilt, dass Sie am 9.9.2021 mit dieser nahen Kontakt hatten", heißt es in dem Absonderungsbescheid, der dem Baumeister seitens der BH St. Pölten zugestellt wurde.
"Das war ein Mitarbeiter von mir, der bei mir im Obergeschoß Arbeiten verrichtete. Ich hatte zu ihm gar keinen direkten Kontakt", so der 53-Jährige. Wegen des Ansteckungsverdachts kategorisierte die BH den Baumeister aber als Hochrisiko-Kontaktperson, der Absonderungsbescheid gilt von 12. September bis einschließlich 23. September.
Wie von der Bezirkshauptmannschaft angewiesen, machte der alleinerziehende, nicht geimpfte Vater den verpflichtenden PCR-Test in einer Teststraße. Das Ergebnis: negativ.
Am Mittwoch holte der 53-Jährige mit dem Wissen seines negativen Testergebnisses mit dem Auto seinen Sohn von der Schule ab - und wurde dabei bei einer Quarantäne-Überprüfung von der Exekutive ertappt. "Ich bin nachweislich negativ getestet. Jetzt droht mir sicher eine Anzeige", zeigt er sich verärgert.