Vater kämpft seit 13 Jahren nach Kunstfehler für sei...

Justizskandal nach Ärztepfusch: Seit einer Operation als Kind an der Grazer Uniklinik ist Susanne Zach schwer behindert. Ihr Vater klagte 2003 das Spital - und läuft bis Freitag gegen Mauern.

Justizskandal nach Ärztepfusch: Seit einer Operation als Kind an der Grazer Uniklinik ist Susanne Zach schwer behindert. Ihr Vater klagte 2003 das Spital – und läuft bis Freitag gegen Mauern.

Zahnarzt Franz Zach (53) geht für seine Tochter (29) durchs Feuer – seit vielen Jahren jeden Tag. Susi war 13, als sie an der Grazer Uniklinik am Herzen operiert werden musste. Danach kam es zu einer "Verkettung unglücklicher Umstände" sagen die Spitalsärzte. Unbefangene Experten indes sehen "mehrere Behandlungsfehler".

Die schwersten: Ein Riss in der Aortenwurzel wurde lange nicht entdeckt, ein Blutverdünnungsmittel in zehnfacher Überdosis verabreicht. Susi erlitt eine Hirnmasseblutung und fiel ins Koma. Entsetzt holte ihr Papa Mediziner seines Vertrauens ans Krankenbett. Die Tochter überlebte, ist aber seither schwer behindert (24-Stunden-Pflege).

Als Susi stabil war, klagte Vater Zach 2003 die Klinik und deren mächtigen Betreiber (KAGES). Bis heute gibt es kein Urteil, dafür Hinweise auf einen Justizskandal. Denn schon die U-Richterin war befangen (Tochter eines Klinikarztes). Der erste Richter im Prozess stand im Nebenjob auf der Payroll der KAGES. Sogar der Gutachter arbeitete im beklagten Spital, das erst 2012 Ultraschall-Bilder vom Aorten-Riss herausrückte. Da aber ließ sie das Gericht "wegen Verjährung" nicht mehr zu.

400.000 Euro Kosten fielen für Vater Zach bisher an. Ein Vergleichsangebot der KAGES lehnte er ab: "Ich muss Susi absichern." Er will Recht. Am Donnerstag sollte ein neuer Richter den Prozess weiterführen. Er verschob die Verhandlung auf März.

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