Vater nimmt elfjährigen Sohn nach Bluttat als Geisel

Bild: Daniel Schaler / Privat
Unfassbare Bluttat in Niederösterreich: Bei einer Familienfeier soll Milan A. (36) seine Eltern und seine Gattin mit einem Messer niedergemetzelt haben. Als die Polizei kam, nahm er seinen Sohn (11) als Geisel.
Blutverschmiert, mit der Tatwaffe in der Hand, wollte der gebürtige Serbe Samstag um 22.30 Uhr gerade durch ein Fenster ins Freie klettern, als mehrere Streifenwagen vor dem Haus in Deutsch-Wagram eintrafen. In die Enge getrieben, nahm der Unternehmer seinen Sohn als Geisel, wollte sich den Fluchtweg freipressen. Nur Minuten zuvor hatte er im Haus seines Vaters ein Blutbad angerichtet. Bei einer Familienzusammenkunft im Haus von Autohändler Cvetin A. (55) war es zu einem Streit gekommen. Blind vor Wut griff der 36-Jährige laut Polizei zum Messer, stach mehrmals auf seinen Vater (55), Schwiegermutter Djufa A. (52) sowie seine Ehefrau Natasa A. (38) ein. Sein Sohn (11) und sein Halbbruder (13) mussten die Tragödie mitansehen, konnten die Polizei verständigen.

Als die Beamten anrückten, setzte der mutmaßliche Killer alles auf eine Karte, schnappte sich den Elfjährigen und drohte mit der rund 20 Zentimeter langen Klinge dem eigenen Sohn. Aber: Der Schüler konnte sich losreißen, die Beamten gaben einen Warnschuss ab – Milan A. warf das Messer weg, gab auf, Festnahme. Den Einsatzkräften bot sich im Inneren des Gebäudes ein grauenhaftes Bild: Für die Eltern des Verdächtigen gab es keine Rettung mehr, seine Gattin wurde ins Wiener AKH eingeliefert und notoperiert. Ihr Zustand ist kritisch. Warum Milan A. derart ausgerastet ist, ist Gegenstand der Ermittlungen. Eine psychische Erkrankungen kann nicht ausgeschlossen werden. Es gilt die Unschuldsvermutung.


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