Vater und Sohn lösten Lawine aus, jetzt droht Prozess

Der Wiener (44) und sein Sohn (13) waren am 3. Februar gegen 13.30 Uhr trotz Lawinenwarnstufe 4 auf 1.965 Metern Seehöhe im freien, ungesichertem Gelände auf der Schmittenhöhe bei Zell am See (Sbg.) unterwegs. Dabei löste das Duo ein 300 Meter breites und 800 Meter langes Schneebrett aus.
Vater und Sohn hatten den Hang kurz nach der Einfahrt wieder verlassen, sie wurden von den Schneemassen nicht erfasst. Die Urlauber wurden anschließend von der Pistenrettung im Schmittengraben geortet und auf eine präparierte Piste zurückgebracht. Aufgrund der massiven Lawine war der Polizei-Hubschrauber "Libelle", sechs Kräfte der Alpinpolizei sowie die Bergrettung im Einsatz.
Wiener zeigte sich uneinsichtig
Bei der anschließenden Identitätsfeststellung durch die Beamten zeigten sich der 44-Jährige und sein Sohn im Hinblick auf die alpine Gefahr uneinsichtig. Zudem spielten sie die angespannte Lawinensituation herunter. Die Polizei legte der Staatsanwaltschaft einen Bericht zur strafrechtlichen Beurteilung vor, diese beschloss nun laut den "Salzburger Nachrichten" (SN) zu ermitteln.
Der Wiener soll nun von der Polizei einvernommen werden, die Behörden prüfen, ob dem Vater fahrlässiges Verhalten vorzuwerfen ist. Für das Delikt "Gefährdung der körperlichen Sicherheit" droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten oder eine Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen.
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