Vater von abgeschobener Tina (12) in Haft

Die Abschiebung zweier Kinder in Wien nach Georgien hatte im Jänner für Zwist in der Koalition gesorgt. Nun gibt es den nächsten Aufreger.

Ende Jänner hatte die Abschiebung der Wiener Gymnasiastin Tina und ihrer kleine Schwester Lea (5) nicht nur für Schlagzeilen gesorgt, sondern auch die erste echte Krise in der Regierung ausgelöst. Die Familie musste schließlich Österreich verlassen, nachdem die Asylgesuche der illegal eingereisten Mutter in allen Instanzen rechtskräftig abgelehnt worden waren.

Die 12-jährige Tina und ihre Schwester wurden schließlich per Charterflug nach Georgien abgeschoben. Tausende Menschen setzten sich für die Mädchen ein und protestierten gegen die Rückführung, mehr als 15.000 Personen unterschrieben eine Petition von Mitschülern. Auch der Vater der Mädchen, der in der Slowakei arbeitet und dort einen Aufenthaltstitel besitzt, hatte vor dem Polizeianhaltezentrum in Wien protestiert.

Verdacht der Erpressung und Urkundenfälschung

Wie die "Kronen Zeitung" am Donnerstag berichtet, steht der Vater nun selbst im Visier der Polizei. Die heimischen Behörden werfen ihm nämlich die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor, heißt es in dem Bericht weiter. Neben dem Verdacht der Erpressung soll es unter anderem um Urkundenfälschung gehen, schreibt die "Krone".

Am Dienstag wurde der Vater von Tina und Lea aufgrund einer richterlichen Anordnung von Ermittlern des Bundeskriminalamtes festgenommen, berichtet die "Kronen Zeitung". Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

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