Montag wurde der Niederösterreicher Peter Eipeldauer (46) in Griechenland zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Sein Verbrechen: Vaterliebe. Die Geschichte eines unglaublichen Obsorgestreits.
Einst war es Liebe: Geschäftlich in Griechenland entflammte Versandhändler Peter Eipeldauer aus Mödling (NÖ) für die hübsche Lehrerin Martha. 2008 kam Sohn Jonas (Name geändert) zur Welt. Die Familie lebte teils in Korinth, teils in Niederösterreich – bis sich die Eltern auseinanderlebten.
Resultat: Im Februar 2012 vereinbarte das Paar in Scheidung am Gericht Mödling ein gemeinsames Sorgerecht für Jonas. Doch in Griechenland beantragte Mama Martha die alleinige Obsorge – und bekam recht. Vater Peter fühlte sich verraten. Er holte seinen Sohn aus dem Kindergarten und flog mit ihm auf die philippinische Ferieninsel Boracay: "Damit der Bub sich von dem Stress erholt." Es war die Reise in einen Agentenkrimi. Denn plötzlich schaltete sich der griechische Geheimdienst ein, ermittelte das Hotel von Vater und Sohn. Eipeldauer: "Meine Schwester fand einen Peilsender auf ihrem Auto. Es war beängstigend." Dazu kam diplomatischer Druck.
Hintergrund: Die Tante von Ehefrau Martha heißt Erato Kozakou- Marcoullis und ist Außenministerin von Zypern. Beim Rückflug wurde Eipeldauer prompt am Airport festgenommen und Jonas seiner Mutter übergeben. Seither kämpft der Vater um seinen Buben – mit schlechten Karten: Montag wurde er in Korinth wegen Kindesentführung zu 18 Monaten Haft verurteilt.