Vater wollte Direktorin zu gutem Zeugnis drängen

Der Vater (kl. Foto) musste in Krems auf die Anklagebank.
Der Vater (kl. Foto) musste in Krems auf die Anklagebank.Bild: Fritz Schaler

Ein Vater (46) soll im Waldviertel versucht haben, eine Direktorin einer NMS zu einem positiven Abschlusszeugnis für seinen Sohn zu "überreden".

Im Herbst 2016 war ein türkischer Vater in eine Neue Mittelschule im Waldviertel gerauscht, um mit der Direktorin zu sprechen. Er wollte sie laut Anklage überzeugen, dass sie seinem Sohn ein positives Abschlusszeugnis gibt (damit der Sohn in die 4. Klasse überhaupt aufsteigen kann). Die besonnene Schulleiterin erstattete jedoch Anzeige.

Am Mittwoch musste der Türke in Krems vor Gericht. Vorwurf: Vergehen der versuchten Bestimmung der falschen Beurkundung im Amt. Doch beim Prozess verstand der Mann plötzlich kein Deutsch bzw. nur wenig Deutsch. Die Verhandlung musste auf Juni vertagt werden - ein Dolmetscher muss her.

Für den Türken sei aber alles nur ein großes Missverständnis. "Ja, wir haben gestritten, aber die Direktorin hat nicht verstanden, was ich wollte. Ich wollte nur wissen, wie mein Sohn doch noch zu einem Abschluss kommt." Anders sieht dies die Schulleiterin (sie ist Zeugin).

Übrigens: Der sitzengebliebene Sohn ist jetzt daheim, geht nicht in die Schule oder arbeiten. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

(Lie)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Krems an der DonauNiederösterreichProzess

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen