Österreich

Vater wollte "Neuen" der Tochter "abschlachten"

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:37

Für zehn Jahre - nicht rechtskräftig - muss ein 64-jähriger Steirer in Haft, weil er den neuen Freund seiner Tochter in Leoben mit einem Messer töten wollte. Der Bedrohte konnte den Messerattacken des Angreifers ausweichen - der Vater gab vor Gericht an, dass er den Mann eigentlich "nur erschrecken" wollte.

Für zehn Jahre - nicht rechtskräftig - muss ein 64-jähriger Steirer in Haft, weil er den neuen Freund seiner Tochter in Leoben mit einem Messer töten wollte. Der Bedrohte konnte den Messerattacken des Angreifers ausweichen - der Vater gab vor Gericht an, dass er den Mann eigentlich "nur erschrecken" wollte.

Für die Anklage war klar, dass es sich um einen Mordversuch gehandelt hatte. Die Tochter des Mannes hatte sich, wie im Prozess geschildert wurde, Ende 2014 vom Vater ihrer Kinder getrennt und war eine Beziehung mit einem um zwölf Jahre jüngeren Freund eingegangen. Ihr Vater kochte deswegen vor Wut - die Tochter wollte die Familienwogen jedoch glätten und ihren "Neuen" im März 2015 dem Vater vorstellen.

Zur Vorstellung kam es jedoch nicht. Mit einem Messer bewaffnet stürmte der 64-Jährige die Wohnung seiner Tochter und schrie: "Ich werde ihn abschlachten!". Zuvor hatte er dem Mann bereits Morddrohungen per SMS zukommen lassen. Der 28-Jährige konnte bei der Konfrontation offenbar zwei Stichen ausweichen und ergriff die Flucht. Für die Geschworenen war die Attacke einstimmig ein Mordversuch - das nicht rechtskräftige Urteil lautet zehn Jahre Haft.

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