Vater zündete Tochter an, "weil sie zu hübsch ist"

Ein Australier übergoss seine beiden Töchter (3 und 7) mit Benzin und zündete die Jüngere an. Jetzt steht er vor Gericht - und hat einen wirren Entschuldigungsbrief verfasst.

"Babe, I'm so sorry and I've got to live with this for the rest of my life": Perth dad writes letter of apology to partner after admitting he set his three-year-old on fire and doused another child in petrol.
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Seit Montag wird Edward Herbert (43) aus Perth in Australien der Prozess gemacht. Der Familienvater hatte im August 2015 im Alkohol- und Drogenrausch seine Töchter – drei und sieben Jahre alt – mit Benzin übergossen. Dann hatte er das jüngste Kind angezündet. Die Kleine überlebte dank des raschen Eingriffs einer Nachbarin. Das Mädchen ist jedoch für sein Leben mit Narben am Oberkörper und im Gesicht gezeichnet.

Herbert erzählte dem Richter, er könne sich an die Ereignisse der Tatnacht nicht erinnern. Er plädiert auf unschuldig wegen Unzurechnungsfähigkeit, berichtet das australische Portal "News 7". Das Gericht hörte dafür die Aussagen der Augenzeugen, die den Vater zweifelsohne als Täter identifizierten.

"Ich mache mit meinen Kindern, was mir passt"

Es habe einen lauten Streit gegeben zwischen Herbert und seiner Partnerin (44), sagte Nachbarin Stephanie Bochorsky, eine Polizistin, die an jenem Abend frei hatte. "Als ich ins Haus ging, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist, sagte die Mutter der Mädchen: 'Er will die Kinder anzünden.' In dem Moment sah ich, wie der Kopf der Kleinen schon brannte und der Vater Benzin auf die Siebenjährige schüttete."

Es habe nach verbranntem Fleisch gerochen, berichtete die Nachbarin unter Tränen weiter. Sie habe eine Decke geholt, um die Flammen zu ersticken. Dann habe sie das andere Kind gepackt, das wegen einer geistigen Behinderung im Bett lag, um es nach draußen zu tragen. "Ich schrie den Vater an, er solle sich den Kindern nicht mehr nähern und er antwortete: 'Es sind meine Kinder, und ich mache mit ihnen, was mir passt.' Dann stand er eine Weile da und schaute uns zu."

Ein anderer Nachbar, der mittlerweile herbeigeeilt war, hörte, wie Herbert seiner Partnerin drohte: "Das war es jetzt, du Schlampe. Ich bringe dich um. Um Mitternacht kommt der Werwolf." In der Küche hätten jede Menge leere Bierdosen gestanden, sagte der Zeuge Daniel McMillan vor Gericht. Der Täter habe zudem große Mengen Cannabis konsumiert. "Dann sagte er, seine jüngste Tochter sei zu hübsch, und darum habe er sie angezündet", berichtete der Nachbar.

Brief an die Mutter der Kinder

Die Dreijährige wurde sofort ins Spital gebracht. Dort stellten die Ärzte fest, dass 13 Prozent ihres Körpers schwere Verbrennungen erlitten hatten.

In einem Brief, den er seiner Partnerin sieben Monate nach der Tat aus dem Gefängnis schickte, schrieb Herbert: "Ich bin es, Eddy, nicht der Verrückte, den ich hasse. Dieser Typ ist tot und kehrt nie mehr zurück." Dann: "Baby, es tut mir so leid. Ich würde so gerne alles wieder gut machen. Ich muss aber für den Rest meines Lebens damit leben."

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