VdB: "Dieser Wahlkampf ist eine Unkultur"

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) und Bundesoräsident Alexander Van der Bellen
Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) und Bundesoräsident Alexander Van der BellenBild: picturedesk.com/AP

In knapp zwei Wochen schreiten wir zu den Urnen. Dirty-Campaigning-Vorwürfe überschatten den derzeitigen Wahlkampf. Das sorgt für Unmut beim Bundespräsidenten.

Alexander Van der Bellen zeigt sich auf Facebook enttäuscht über den aktuellen Umgang der Parteien miteinander. Er würde sich im Endspurt eine Diskussion über die "großen, globalen Herausforderungen" wünschen, vor denen Österreich steht.

Er betont in seinem Posting, dass die Parteien nach dem 15. Oktober zusammenarbeiten müssen, da wohl kein Lager eine absolute Mehrheit erreichen wird.

Er fügt abschließend hinzu: "Politik soll sich nicht in der Tagesschlagzeile erschöpfen". Er ruft die Politiker dazu auf, dass sie die Welt aus den Augen der nächsten Generationen betrachten müssten.

Rätsel um gefakte Facebook-Seiten

Der Bundespräsident bezieht sich mit seinem Posting wohl auf die Silberstein-Causa, die sich nun seit einigen Wochen durch den Wahlkampf zieht und vor einigen Tagen einen neuen Höhepunkt erreichte: Die beiden rechten Facebook-Seiten "Wir für Sebastian Kurz" und "Die Wahrheit über Sebastian Kurz" sollen von Mitarbeitern des ehemaligen SPÖ-Beraters Tal Silberstein betrieben worden sein.

Während sich nun alle Parteien gegen den Bundeskanzler einschießen, kontert Kern und spricht von einer Verschwörung: Er vermutet nämlich, dass die ÖVP selbst hinter den Seiten steckt. (slo)

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