Vegan ernährt: Eltern wird ihr Baby weggenommen

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Ärzte in Mailand haben die Polizei verständigt: Ein vegan ernährtes Kind war extrem unterernährt in die Klinik gebracht worden.

Ärzte in Mailand haben die Polizei verständigt: Ein vegan ernährtes Kind wurde extrem unterernährt in die Klinik gebracht.
Die Großeltern brachten den unterernährten Bub ins Krankenhaus: Das 14 Monate alte Kind wog nur wenig mehr als ein Neugeborenes - seine Eltern, überzeugte Veganer, dürften ihn gänzlich ohne Tierprodukte ernährt haben. Ein Herzdefekt verschlimmerte die Situation noch und machte eine sofortige Notoperation nötig.

Bluttests zeigten stark verringerte Calciumwerte im Blut des Babys. Das Kind war bei Einlieferung ins Krankenhaus bereits völlig entkräftet. "Das zwingt uns dazu, über ungewöhnliche Ernährungsmethoden nachzudenken, sogar wenn dieser Fall von einem Herzdefekt kompliziert wurde", sagte einer der behandelnden Ärzte, Luca Bernardo. "Es ist kein Problem, ungewöhnliche Nahrungsmittel zu wählen. Aber das Baby sollte genug Calcium und Eisen bekommen."

Baby weggenommen

Das Krankenhaus meldete den Fall sofort der Polizei. Die Staatsanwaltschaft eröffnete daraufhin ein Ermittlungsverfahren und entzog den Eltern das Sorgerecht. Ein Gericht entscheidet nun, ob das Kind zur Adoption freigegeben wird, oder ob die Großeltern sich um den Buben kümmern dürfen.

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