Veganer attackieren McDonald's-Filiale

Aktivisten haben mit Kunstblut und Transparenten eine McDonald's-Filiale in Lausanne angegriffen.

Kunden der McDonald's-Filiale in der Rue Saint-Laurent in Lausanne hätten vergangenen Freitag wohl nicht erwartet, dass sie während des Essens von Aktivisten, die sich für Tierrechte einsetzen, gestört werden.

Wie "24 Heures" schreibt, stürmten Mitglieder von "269Life Animal Liberation", einem Verein, der sich für Veganismus einsetzt, den McDonald's. Das Ganze filmten sie und stellten es in einem Live-Video auf Facebook. Während der Aktion entleerten sie einen Eimer Kunstblut auf den Boden der Filiale.

"Die Zeit der schönen Demonstrationen ist vorbei"

Zur gleichen Zeit gingen andere Aktivisten zu den essenden Kunden und hielten ihnen Plakate vor die Nase, auf denen sie die Ausbeutung von Tieren für die Lebensmittelproduktion anprangerten. Das Personal habe umgehend die Polizei informiert. Daraufhin rückten zwölf Gesetzeshüter an, um die Störenfriede zu bändigen.

"Die Zeit der schönen Demonstrationen ist vorbei", schrieben die Aktivisten daraufhin im Internet. Deborah Murith, Sprecherin von McDonald's, sagt zum Vorfall: "Wir prüfen nun, ob wir Anzeige erstatten."

"Eine Mutter, deren Tochter beim Vorfall verletzt wurde, hat bereits Anzeige erstattet", sagt Polizeisprecher Sébastien Jost zu "20 minutes". Der Verein hingegen habe die Vorwürfe zurückgewiesen, wonach jemand beim Vorfall verletzt worden sei. "Wir kreieren nur einen kulturellen Schock", sagten sie. (jen)

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