Ab kommenden Schuljahr soll es an 208 Wiener Ganztagesschulen ein vegetarisches Gericht pro Woche geben. Im Gemeinderat kocht nun die Diskussion hoch. Am geplanten "Veggie Day“ soll es ausschließlich vegetarische Gerichte zur Auswahl geben. Das neue Konzept zum vegetarischen Schulspeiseplan stellte Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) vergangene Woche vor.
Was bedeutet das konkret? Im Schuljahr 2022/23 werden über 40.000 Mittagsportionen täglich an die Wiener Ganztagsschulen geliefert. Das sind insgesamt über 200.000 Portionen pro Woche an 208 Ganztagsschulen. Bei dem Projekt geht es auch um aktiven Klimaschutz. Die Kosten für das Schulessen trägt an Ganztagesschulen ab dem neuen Schuljahr übrigens die Stadt Wien.
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"Wieder einmal muss der Klimaschutz für eine schikanöse Maßnahme, die diesmal unsere Kinder trifft, herhalten. Wiederkehr soll sich auf die Vielzahl an Problemen im Bildungsbereich konzentrieren und seinen Laden endlich auf Vordermann bringen, anstatt sich in Menüfragen zu verzetteln" so Stefan Berger (FPÖ) am Dienstag.
Stefan Berger (FPÖ) verweist in diesem Zusammenhang auf die Probleme im Bildungsbereich Wiens, insbesondere in den Kindergärten und Volksschulen. Hier sieht er den dringenderen Handlungsbedarf.
"Kindergartenpädagogen demonstrieren, um auf ihre prekären Arbeitsverhältnisse hinzuweisen, dringend benötigte Förderungen in Deutschklassen werden nicht ordentlich umgesetzt, Volksschullehrer kündigen ihre Jobs wegen den untragbaren Zuständen an den Schulen", so Berger.
All das würde Christop Wiederkehr (NEOS) gekonnt negieren. Offenbar setze er auf andere Prioritäten, so Stefan Bergers (FPÖ) Kritik im Hinblick auf die Ankündigung des NEOS-Bildungsstadtrats, einen verpflichtenden "Veggi-Day“ in 208 Ganztagsschulen einführen zu wollen.