Verändern mRNA-Impfstoffe das Erbgut?

mRNA-Impfstoffe werden nach kurzer Zeit abgebaut – es gibt keinen Einfluss auf das Erbgut. 
mRNA-Impfstoffe werden nach kurzer Zeit abgebaut – es gibt keinen Einfluss auf das Erbgut. Picturedesk
Top-Mediziner beantworten gesundheitliche Fragen. Heute: Verändern mRNA-Impfstoffe das Erbgut? Und: Was sind Anzeichen einer Unterkühlung? 

Frage: Mir fehlt das Vertrauen in die mRNA-Impfungen. Wie sicher kann ein Impfstoff sein, an dem erst so kurz gearbeitet wird? Und wer garantiert, dass sich dabei das Erbgut nicht verändert?

Univ. Prof. Dr. Michael Micksche, Präsident Österreichische Krebshilfe Wien: Die Technologie der mRNA-Impfung kommt schon seit Jahren in der Krebsforschung als Therapie in klinischen Studien zum Einsatz. Sie ist also keineswegs neu. Der Unterschied zur Covid-Impfung ist, dass nicht der Tumor, sondern das Virus über immunologische Mechanismen ausgeschaltet wird.

Der mRNA- Impfstoff übermittelt ausschließlich den Bauplan für das Spikeprotein des Coronavirus. Diese sogenannte Boten-RNA (mRNA) wird mit der Impfung in das Muskelgewebe übertragen. Die Muskelzellen beginnen mit der Herstellung des Spikeproteins, das das Immunsystem zu einer gezielten Immunantwort anregt. mRNAs werden nach kurzer Zeit abgebaut und haben keinen Einfluss auf menschliches Erbgut. Was bleibt, ist ein Immunschutz gegen das Coronavirus.

Was sind die Alarmzeichen für eine Unterkühlung? 

Frage:Durch meinen Job bedingt verbringe ich den Großteil des Tages im Freien – auch bei Minusgraden. Was sind die Alarmzeichen für eine drohende Unterkühlung und was passiert dabei eigentlich im Körper?

Prim. Univ. Prof. Dr. Harald Hertz, Chefarzt Rotes Kreuz Wien (roteskreuz.at): Ein Mensch hat zwischen 36 und 36,7 Grad Körpertemperatur. Sinkt diese Temperatur auf 30 Grad, ist das sehr, sehr kritisch. 26 Grad Körpertemperatur können wir eigentlich nicht mehr überleben. Warum? Wenn wir im Körper kälter werden, hat das Einfluss auf die Herz- und die Atemtätigkeit. Je kälter es wird, umso mehr kommt die Herztätigkeit in Unordnung und man kann am Herztod sterben.

Das Alarmzeichen ist heftiges Zittern, weil sich die Muskelaktivität erhöht und damit der Blutfluss steigt. Hat es aber Minusgrade und fehlt die passende Kleidung, kommt der Körper damit alleine nicht mehr zurecht. Gefährlich wird es, wenn man schläft oder betrunken ist – dann verpasst der Körper die lebensrettenden Alarmsignale.

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