Veranstalter schreibt Brief an die Aistersheimer

Die Veranstalter des Rechten-Kongresses "Verteidiger Europas" am 3. März haben sich nun mit einem Postwurf an de Bewohner von Aistersheim gewandt.

Nachdem sich schon zuletzt die SPÖ an die Bewohner gewandt hatte, um gegen den umstrittenen Kongress Stimmung zu machen, haben sich nun auch die Veranstalter an die Aistersheimer gewandt.

In einem Postwurf an alle Haushalte schreibt der Geschäftsführer der Info-Direkt Verlags GmbH, Michael Scharfmüller: "Der Kongress richtet sich an alle Patrioten, die aus einer tief empfundenen Liebe zur eigenen Kultur die Vielfalt Europas verteidigen wollen."

Zudem bedankt sich Scharfmüller schon jetzt für die Gastfreundschaft. Und auch einen Seitenhieb auf die Gegner des Kongresses kann er sich nicht verkneifen. Denn er hofft, "dass Ihnen durch die Demonstration einiger Gegner der Meinungs- und Versammlungsfreiheit keine Unannehmlichkeiten entstehen."

Kurios: Am Ende des Briefes wirbt er für sein Medium, legt sogar eine Ausgabe bei. Und er weißt auch darauf hin, dass die Aistersheimer gerne auch den Kongress besuchen können – wenn sie sich Karten kaufen.

Schloss wird noch einmal geprüft



Unterdessen ist noch nicht einmal sicher, ob der Kongress überhaupt im Wasserschloss Aistersheim stattfinden wird. Der Grund: Die Gegner haben auf Sicherheitsmängel am Gebäude hingewiesen. "Es gibt allerdings ein weiteres Gutachten vom Schlossbesitzer, wir werden das jetzt noch einmal prüfen lassen", sagt Aistersheim-Bürgermeister Rudolf Riener (ÖVP).

Nach dem Wochenende sollte diesbezüglich Klarheit herrschen. "Denn wir können ja nicht bis zum letzten Augenblick warten", so der Bürgermeister.

(red)

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