Drei Stunden lang konnte am Mittwoch kein einziges Fahrzeug die Mauthausner Donaubrücke passieren, ein Verkehrschaos war die Folge. Grund dafür war eine Protestveranstaltung der verkehrsgeplagten Anrainer an der B123 in Windpassing (Gemeinde Ennsdorf) und Pyburg (Gemeinde St. Pantaleon/Erla), die eine Umfahrung fordern.
25.000 Fahrzeuge, davon ein Drittel Schwerverkehr, wälzen sich täglich laut der Protestgemeinschaft durch die beiden Ortschaften. Seit 30 Jahren wird für eine Umfahrungsstraße gekämpft. Doch trotz rechtskräftiger Bescheide, einer Ausschreibung und einem Bieter habe das Land Niederösterreich einen Projektstopp verhängt, kritisieren die Bürger.
Hintergrund ist ein Einspruch, die Anrainer sehen die Schuld beim Land. "Der neuerliche Einspruch war nur möglich, weil das Land im Verfahren schlichtweg das eigene Landesgesetz missachtete", erklärt Anrainersprecher Herbert Pühringer. Das Land habe einem Grundeigentümer keine Parteienstellung zuerkannt, der Verwaltungsgerichtshof gab deswegen einer Beschwerde Recht.
Die Anrainer sehen jedoch keinen Grund warum mit dem Bau nicht begonnen werden könne, denn der Einspruch habe keine aufschiebende Wirkung. "Die Zeit für einen Baubeginn ist gekommen! Wir fordern Landeshauptmann Pröll auf, Verantwortung zu übernehmen und den Bauauftrag zu geben", sagt Pühringer. Sollte das Land nicht einlenken, wollen die Anrainer weitere Protestblockaden organisieren.