Verärgerte Mutter will Kind bei LH Stelzer abgeben

Eine Mutter will ihr Kind bei LH Thomas Stelzer zur Betreuung "abgeben". Diesen Brief schickte sie am Mittwoch ins Landhaus.
Eine Mutter will ihr Kind bei LH Thomas Stelzer zur Betreuung "abgeben". Diesen Brief schickte sie am Mittwoch ins Landhaus.Bild: Facebook

Sie meint es ernst. Eine oö. Mutter will ihr Kind im Büro von LH Stelzer abgeben – damit der sich drum kümmert. Nachdem der Kiga nicht mehr gratis sein soll.

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) darf sich schon mal auf Baby-Geschrei in seinem Büro einstellen.

Zumindest, wenn es nach Christiane Seufferlein (41) aus dem Mühlviertel geht. Sie schrieb einen Brief an den LH. Und kündigt darin an, dass sie ihre Tochter bei ihm im Büro abgeben will. "Ich hoffe, Sie haben im Landhaus einen netten Raum mit viel Spielzeug und eine gut ausgebildete Fachkraft für Kinderbetreuung", schreibt sie.

Hintergrund ist der Streit um das Aus für den Gratis-Kindergarten. Wie berichtet, muss das Land 146 Millionen Euro einsparen, im Budget vorgesehen ist deshalb, dass der Nachmittags-Kindergarten ab 2018 wieder etwas kosten wird.

Bereits seit Wochen werden ÖVP und FPÖ dafür kritisiert.

Jetzt der Brief an den LH. Christiane Seufferlein beschreibt darin ihre Situation – und dass die Einführung der Kindergarten-Gebühr für sie existenzbedrohend ist. "Meine Tochter ist gerade in den örtlichen Kindergarten gekommen. Ich kann an drei Tagen in der Woche somit meinem Beruf in Linz nachgehen. Innerhalb von nur wenigen Wochen steht nun all das auf der Kippe."

Konkret listet sie auf: "In unserem Kindergarten gäbe es mit Gebühren keine Nachmittagsbetreuung mehr, weil wir die erforderlichen 10 Kinder nicht zusammenbringen. Der Platz bei der Tagesmutter, den wir sogar hatten, ist weg. Die Einführung dieser Maßnahme mit Jahresbeginn nimmt mir jede Möglichkeit, mich auf die neue Situation einzustellen oder Alternativen zu suchen."

"Mangels Alternativen", schreibt Christiane Seufferlein, wird sie die "Rolle Stelzers als LandesVATER sehr ernst nehmen" und die Tochter bei ihm abgeben.

Man darf gespannt sein!



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(ab)

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