Am Stiftsgymnasium Seitenstetten im westlichen Niederösterreich herrscht Aufregung um einen Lehrer. Der Pädagoge hatte sich laut einer Aussendung vom Montag in einem Leserbrief an das Wochenmagazin "Profil" gefordert, dass eine Redakteurin "sterilisiert" und die Redaktion "eingeäschert" gehöre. Erst vergangene Woche musste der Gföhler Bürgermeister nach ähnlichen Äußerungen seinen Hut nehmen.
Am Stiftsgymnasium Seitenstetten im westlichen Niederösterreich herrscht Aufregung um einen Lehrer. Der Pädagoge hatte sich laut einer Aussendung vom Montag in einem Leserbrief an das Wochenmagazin "Profil" gefordert, dass eine Redakteurin "sterilisiert" und die Redaktion "eingeäschert" gehöre. Erst vergangene Woche musste .
Wieder gingen nach einer verbale Entgleisung gegenüber Journalisten in Niederösterreich die Wogen hoch. "Sie gehören ja aus dem Verkehr gezogen und sterilisiert, damit sich so etwas nicht auch noch weitervermehrt. Ihre Redaktion gehört angezündet und eingeäschert und das Hetzblatt 'Profil' verboten", so die Äußerungen eines inzwischen ehemaligen VP-Gemeiderats und Lehrers im Stiftsgymnasium Seitenstetten.
Schule distanziert sich
Der Schulerhalter und die Direktion von Seitenstetten distanzierten sich am Montag von den "Aussagen, die an die unselige Zeit der NS-Diktatur erinnern". Diese widersprechen völlig den Bildungszielen des Stiftsgymnasiums, hieß es in einer Aussendung.
Der Lehrer werde sich schulintern seiner Verantwortung stellen müssen, der Landesschulrat für Niederösterreich sei über die Aussagen bereits informiert, hieß es aus Seitenstetten weiter. "Die von ihm als Privatperson in völlig überzogener Erregung getätigten Aussagen sind durch nichts zu entschuldigen, wir bedauern sie sehr, und sie haben mit der Linie unserer Schule in keinster Weise etwas gemeinsam."
SP-Bildungssprecher fordert Suspendierung
Entsetzt zeigte sich am Montag auch SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer. "Wer so spricht, hat sich als Pädagoge für Kinder und Jugendliche disqualifiziert und ist an einer Schule untragbar." Mayer forderte die sofortige Suspendierung des Lehrers.
Politisch hat der Lehrer laut Gerhard Karner, Landesgeschäftsführer der Volkspartei NÖ, "von sich aus die notwendigen Konsequenzen gezogen". Er habe seinen Rücktritt als Gemeinderat ebenso wie als Gemeindeparteiobmann angekündigt.
Zuletzt ähnlicher Eklat in Gföhl
Erst vergangene Woche musste der Bürgermeister der . In einer Stadtratssitzung soll er gesagt haben, Journalisten gehörten "aufgehängt", sie seien "wie die Juden".