Bei einer Spülung eines Kraftwerks des "Verbunds" ist eine Schlammlawine ausgelöst worden, aufgrund welcher tausende Fische und andere Kleinlebewesen zu Grunde gingen. Der Obmann des Landesfischereiverbandes spricht von einer "verheerenden Katastrophe".
Bei einer Spülung eines Kraftwerks des "Verbunds" ist eine Schlammlawine ausgelöst worden, aufgrund welcher tausende Fische und andere Kleinlebewesen zu Grunde gingen. Der Obmann des Landesfischereiverbandes spricht von einer "verheerenden Katastrophe".
Die Spülungen sind laut Verbund einmal jährlich gesetzlich vorgeschrieben. Dabei soll abgelagerter Schlamm weggeschwemmt werden, wie der Pressesprecher Robert Zechner "orf.at" berichtete. Da eine solche Schlammkonzentration noch nie vorgekommen sei, habe man diesmal für zusätzliche Wasserzufuhr gesorgt, wird betont.
"95 Prozent tot"
Der Obmann des Landesfischereiverbandes, Gert Gradnitzer, sieht das anders. Er prangert
an, dass zu wenig Wasser mitgekommen wäre und der Verbund die Situation falsch eingeschätzt hätte. "Das Ausmaß der Katastrophe ist absolut verheerend.", so Gradnitzer zu "heute.at".
"Ich und drei andere Fischereiberechtigte sind betroffen. Laut meiner Einschätzung haben 95 Prozent aller Lebewesen in der unteren Möll die Katastrophe nicht überlebt", zeigt er sich erschüttert.
Schaden pauschal gedeckt
Inwiefern rechtliche Schritte gegen den Verbund eingeleitet werden können, ist noch nicht restlos geklärt. Laut Gradnitzer seien beim Bau des Kraftwerks die Fischereiberechtigten einmalig mit einer Summe für etwaige Vorfälle pauschal entschädigt worden.
Die jetzige Katastrophe ist nicht die erste in der Region. Bereits 2009 kam es nach einer Spülung zu einem Massenstreben, allerdings nicht vergleichbar mit dem heutigem Ausmaß.