Schockierender Fall um einen kleinen Buben in NÖ: Ein zwei Monate alter Säugling wurde Ende vergangener Woche mit schweren Verletzungen ins Spital nach Wr. Neustadt gebracht. Lebensgefahr bestehe aber derzeit keine.
Rasch fiel den Ärzten massive Kopfverletzungen auf, es bestehe der Verdacht auf ein Schütteltrauma, wie Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt, mitteilte.
Gegen die Eltern wird laut "Kurier" wegen des Verdachts der absichtlich schweren Körperverletzung sowie der fortgesetzten Gewaltausübung ermittelt.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
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Polizei-Notruf: 133
Gewaltschutzzentrum: 0800 222 555
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Bei der Behandlung auf der Neonatologie stach den Medizinern das Verletzungsbild ins Auge, das Krankenhaus erstattete Anzeige wegen des Verdachts der Misshandlung – die Ermittlungen wurden in Gang gesetzt.
Ein Sachverständigen-Gutachten soll Aufschluss zur Entstehung und Schwere der Verletzungen geben. Bis dieses vorliegt, werde es laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt "einige Wochen" dauern.
Die Eltern des kleinen Buben befinden sich übrigens nicht in U-Haft, sondern auf freiem Fuß. Dringender Tatverdacht gegen "eine konkrete Person" bestehe derzeit nicht. Die Eltern seien in einem Mehrpersonenhaushalt wohnhaft, es gibt auch noch ein zweites Kind. Die Jugendwohlfahrt ist ebenfalls informiert, auch diese kann weitere Schritte setzen.