Österreich

Verdächtiger im Gosauer Mordfall gefasst

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:55

Im Fall einer 86-jährigen Pensionistin, die am 22. April erstickt in ihrem Haus in Gosau (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich gefunden wurde, hat die Polizei nun einen Verdächtigen gefasst.

Die DNA-Spuren am Tatort passten zum Profil eines 35-jährigen Bosniers. Er ist in Kroatien in Auslieferungshaft. Die Einvernahmen sollen klären, ob er die Frau aktiv getötet hat oder ob sie im Schock starb.
Die Leiche der Frau wurde von Angehörigen gefunden. Das Haus wies Einbruchsspuren auf, eine Obduktion ergab, dass die Pensionistin erstickt ist. Mittlerweile hat die Polizei den Hergang teilweise rekonstruiert: Die 86-Jährige dürfte bereits geschlafen haben, als der Täter in der Nacht auf 21. den April durch ein Fenster im Erdgeschoß in das Haus eindrang und sie möglicherweise im Schlafzimmer überraschte.
Was dann geschah, sollen nun die Einvernahmen des Verdächtigen klären. Es ist ungewiss, ob der 35-Jährige die Pensionistin erstickte oder ob sie zu Tode hyperventilierte. Für die Polizei läuft der Fall allerdings nach wie vor unter Mordverdacht. Ebenfalls noch nicht geklärt ist, was alles aus dem Haus gestohlen wurde.
Für die Ermittler bedeutete die Ausforschung des Tatverdächtigen akribische Kleinarbeit: Wochenlang wurden die Alibis aller Bezugspersonen der Pensionistin überprüft und DNA-Spuren im Haus ausgewertet. Schließlich fanden die Beamten ein Profil, das niemandem im Umfeld der Toten zugeordnet werden konnte, aber dafür in der Datenbank des Innenministeriums gespeichert war. Es gehört zu einem 35-jährigen Bosnier und war nach einem Einbruch im Jahr 2003 in Linz abgenommen worden.
Schließlich wurde der Verdächtige am Freitag vergangener Woche erkannt und gefasst, als er von Bosnien nach Kroatien einreiste. Dort befindet sich der Mann derzeit in Auslieferungshaft.

APA/Red.

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