Österreich

Verdächtiger nach Wienerwald-Mord in Haft

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:25

Der Mord an einem 58-jährigen Serben, dessen Leiche Ende April im Wienerwald bei Gablitz gefunden wurde, dürfte geklärt sein. Als Tatverdächtiger gilt ein 61-jähriger Landsmann, der in Wien wohnhaft ist. Er wurde am Montag festgenommen und in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert, berichtete die Polizei am Mittwoch.

Der dürfte geklärt sein. Als Tatverdächtiger gilt ein 61-jähriger Landsmann, der in Wien wohnhaft ist. Er wurde am Montag festgenommen und in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert, berichtete die Polizei am Mittwoch.

Der grausame Mord an Milenko M. dürfte geklärt sein. Der 58-Jährige war durch massive Schläge auf den Kopf getötet worden. Der Serbe galt seit 30. März als vermisst. An diesem Tag hätte er den 61-Jährigen in dessen Wiener Wohnung treffen sollen. Bei Befragungen durch die Polizei habe der jetzige Mordverdächtige damals aber angegeben, dass M. nicht wie vereinbart erschienen war, berichtete Leopold Etz von der Mordgruppe des LKA.

Belastende Spuren sichergestellt

Dies sei aber im Widerspruch zu späteren Ermittlungsergebnissen gestanden. In der Wohnung des 61-Jährigen sichergestellte Unterlagen hätten ihn ebenso belastet wie Spuren im Kellerabteil - dem möglichen Tatort, Spurenauswertungen stünden laut dem Ermittler aber noch aus - und an der Verpackung der Leiche.

Opfer und Täter dürften einander schon länger gekannt haben, so Etz. Beide hätten nebenberuflich mit Autos zu tun gehabt. "Unter Umständen" könnte auch der Pkw des Getöteten bei dem Verbrechen eine Rolle gespielt haben. Der schwarz lackierte Toyota RAV 4 mit dem Wunschkennzeichen W-VRCIN1 sei nach wie vor verschwunden und könnte von dem Beschuldigten in sein Heimatland verbracht worden sein. Die Beine der Leiche habe man ebenfalls noch nicht gefunden.

Seit Ende März habe sich der Verdächtige zweimal in Serbien aufgehalten. Bei seiner Rückkehr am Montag wurde er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten festgenommen. Bisher habe er ausgesagt, mit all dem nichts zu tun zu haben und Belastendes "negiert und ignoriert", sagte der Ermittler. Das Motiv sei daher bis dato nicht bekannt.

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