Um kurz vor 11 Uhr bildete sich vor dem Wiener Landesgericht eine Schlange vor dem Eingang auf der Landesgerichtsstraße – weder Besucher noch Juristen durften ins Graue Haus. Der Grund dafür soll eine auffällige Postzusendung sein, die kurz zuvor am Eingang eingelangt war. Das Sicherheitspersonal alarmierte daraufhin die Polizei, die mit mehreren Beamten rasch vor Ort war.
Es kam zum Einsatz. "Bomben-Alarm ist das definitiv keiner", meinte Landesgerichtssprecher Christoph Zonsics-Kral auf "Heute"-Nachfrage. Auch der Richter wurde zuerst am Eingang aufgehalten. In der Sendung soll nicht etwa Sprengstoff vermutet worden sein, sondern der Verdacht war, dass Gift oder andere gefährliche Gegenstände in dem Kuvert sein könnten.
Beamte nahmen den verdächtigen Brief jedenfalls mit, als sie den Einsatz gegen 12 Uhr beendeten. Das Schreiben soll von Unbekannten zuvor in die Einwurfsbox platziert worden sein. Nun laufen Ermittlungen.