Niederösterreich

Vereinbarung läuft aus: Keine Westbahn mehr für Schüler

Die Vereinbarung des Bundes zur Schülermitnahme durch die Westbahn droht auszulaufen, Landesrat Schleritzko ruft Ministerin Gewessler zum Handel auf.
09.06.2022, 14:31

Schüler dürfen mit ihrem Ticket auf der Strecke von Amstetten nach Linz derzeit nur dank einer Sonderregelung auch mit den Zügen der Westbahn fahren. Eben diese Sonderregelung läuft aber am 12. Juni aus. Niederösterreichs Landesrat Ludwig Schleritzko nimmt Ministerin Leonore Gewessler in die Pflicht. Er schrieb ihr einen Brief und fragte darin um Unterstützung an.

„Viele Schülerinnen und Schüler aus dem Raum Amstetten pendeln täglich in ihre Schule nach Linz. Dank einer Ausnahmeregelung konnten sie in den vergangenen Jahren neben den Zügen der ÖBB auch die Züge der WESTbahn mit ihrer Schülerfreifahrt verwenden – diese Vereinbarung läuft jedoch am 12. Juni aus“, warnt auch Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer.

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Noch bis 8. Juli Schule in OÖ

Sie führt weiter aus: „Es braucht jetzt dringend eine Verlängerung dieser Vereinbarung zwischen Bund und dem privaten Eisenbahnunternehmen. Verkehrsministerin Gewessler ist gefordert, unmittelbar in die Verhandlungen einzutreten um auch in Zukunft Schülerinnen und Schüler die Fahrt mit der WESTbahn zu ermöglichen. Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko hat mit einem Brief an die Ministerin bereits auf das drohende Auslaufen der Vereinbarung am 12. Juni hingewiesen.“

„Das Schuljahr in Oberösterreich läuft noch bis 8. Juli. Schülerinnen und Schüler, die ins Nachbarbundesland in die Schule pendeln müssen also für fast einen ganzen Monat auf andere Verbindungen ausweichen. Damit verschlechtert sich nicht nur das Angebot für sie, auch der Druck auf das Sitzplatzangebot in den ÖBB-Zügen steigt weiter an. Der Verkehrsverbund Ost-Region arbeitet bereits an einem Verbundbeitritt der WESTbahn, dieser wird jedoch frühestens in einem Jahr abgeschlossen sein. Daher braucht es dringend eine Verlängerung dieser Vereinbarung durch die Bundesministerin, um den Schülerinnen und Schülern auch weiterhin ein möglichst breites Öffi-Angebot bieten zu können“, so Hinterholzer abschließend.