Im Bereich der Türkenstraße, wo eine 30er-Zone gilt, führten Polizisten einen Verkehrsschwerpunkt durch. Am Ende der dreispurigen Straße positionierten sich die Beamten mit einem Lasermessgerät. Ein Kastenwagen fiel ihnen aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit sofort auf: Statt den erlaubten 30 war das Auto mit 48 km/h gemessen worden. Doch der Lenker hatte offenbar nicht vor, sich von den Polizisten erwischen zu lassen und stieg weiter auf das Gaspedal. Zwei Polizisten mussten dabei zur Seite springen, um nicht vom Fahrzeug erfasst zu werden.
Der Mann im Kastenwagen lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd durch den 9. Wiener Bezirk. Während der Flucht soll der Lenker sogar ein parkendes Fahrzeug touchiert haben. Die rasante Fahrt hatte es in sich: Der Lenker missachtete mehrfach das Rotlicht, bis er den demolierten Kastenwagen schließlich in der Kolingasse abstellte. Die Polizisten fanden nur noch das Fahrzeug vor.
Im Zuge der weiteren Erhebungen eruierten die Beamten die Wohnadresse des Zulassungsbesitzers. Der 47-jährige Besitzer des Fahrzeugs konnte dort auch angetroffen werden, verneinte jedoch, mit dem Kastenwagen gefahren zu sein.
Am Steuer soll laut Wiener Polizei sein 20-jähriger Sohn gesessen sein. Warum der Mann überhaupt die Flucht ergriff, ist derzeit noch unklar. Fakt ist jedoch, dass ihn die Verfolgungsjagd um ein Vielfaches mehr kosten wird, als die ursprünglich begangene Temposünde in der 30er-Zone. Die Ermittlungen laufen.