Niederösterreich

Vergewaltiger entschuldigt sich danach für miesen Toast

Nach einer Vergewaltigung gab es Toast, sie ging dann ins Spital. Der Angeklagte schrieb ihr noch: "Sorry!" Er meinte aber den Toast, nicht die Tat.
02.02.2022, 05:59

Wegen Vergewaltigung musste ein gelernter Steinmetz (30) in Wiener Neustadt auf die Anklagebank: Er soll seine Partnerin vergewaltigt und verletzt haben.

Über die Datingseite "Lovoo" hatten sich der 30-Jährige und das Opfer kennengelernt. Schon nach einem Tag zog sie bei ihm ein. Im September soll er sie am Arm gepackt, auf den Bauch gedreht und vergewaltigt haben. Der Steinmetz erachtete dies als einvernehmlichen Geschlechtsverkehr, sie ging duschen, dann der 30-Jährige. 

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Anschließend gab es Toasts und weil der 30-Jährige grantig war, schmiss er den Toast hin. Er suchte das Gespräch, sie verweigerte, er fuhr schließlich frustriert zu einem Freund. Das Opfer begab sich mit Schmerzen in der Hand (Sehenscheidenentzündung) ins Spital, dort schilderte sie auch vom sexuellen Übergriff, das Klinikum erstattete Anzeige. 

Der Angeklagte entschuldigte sich noch via WhatsApp, meinte aber den Toast-Vorfall. Als er erfuhr, dass sie im Badener Krankenhaus sei, fuhr er sofort hin, nicht ahnend, dass dort bereits die Polizei auf ihn warten würde. 

Das Opfer gab in der Vernehmung an, dass der Angeklagte eine klare Grenze überschritten habe: "Ich wollte keinen Sex." Der 30-Jährige meinte beim Prozess: "Nach fünf Monaten begann sie, mich zu hintergehen. Angeblich aber ohne Sex. Nach sieben Monate dasselbe mit dem Nachbarn - wieder ohne Sex. Ich wollte die Beziehung beenden, doch dann hatte sie einen Nervenzusammenbruch." Das Urteil: Drei Jahre Haft (davon zwei Jahre bedingt) -  nicht rechtskräftig.