Vergewaltiger könnte Fußfessel früher loswerden

Bild: Franz Neumayr

Ein Schlag ins Gesicht seines Opfers und eine Verhöhnung des ganzen Justizsystems: Jener Salzburger Vergewaltiger, der statt Haft für sechs Monate eine Fußfessel bekam, soll das Gerät nun schon nach vier Monaten ablegen dürfen. Der Staatsanwalt erhob Einspruch.

 , soll das Gerät nun schon nach vier Monaten ablegen dürfen. Der Staatsanwalt erhob Einspruch.

Es ist einfach unglaublich, was in diesem Fall alles schiefgelaufen ist. Zuerst das Skandalurteil: Nur sechs Monate Fußfessel statt Haft für den 51-Jährigen Heribert B., der seine Ziehtochter Sabine K. (22) als Jugendliche mehrfach vergewaltigt haben soll. Und nun die nächste schwer glaublich Entscheidung des Landesgerichts Salzburg.

Dem Antrag des Mannes auf vorzeitige Haftentlassung wurde am 9. Jänner stattgegeben! Das heißt in Klartext: Statt sechs Monaten Hausarrest könnte der Sextäter nur zwei Drittel seiner Strafe daheim elektronisch überwacht absitzen müssen. Bereits nach vier Monaten dürfte dann der Vergewaltiger die Fußfessel abnehmen lassen und wieder sein Leben genießen, allerdings erhob der Staatsanwalt Beschwerde gegen gegen die Verkürzung.

Da er das Kontroll-Band im November bekommen hat, wäre Vergewaltiger Heribert B. ab Ende Februar ein freier Mann. Die "Haft" für den Mädchenschänder dauerte dann nicht einmal 130 Tage. Sein Opfer Sabine versteht die Welt nicht mehr.

Markus Hofer

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