Vergewaltiger reißt sich nach Urteil los, flüchtet

Ein Passant stellte dem 25-Jährigen auf der Straße ein Bein, wurde dafür geschlagen.

Die Aussicht auf 12 Jahre hinter Schwedischen Gardinen und 13.200 Euro Schmerzensgeld verliehen einem soeben (nicht rechtskräftig) verurteilten Vergewaltiger in Wien Flügel. Nach dem Urteilsspruch am Straflandesgericht wurde der 25-Jährige von drei Polizisten abgeführt. Doch am Weg zur Justizanstalt übermannte den gebürtigen Inder seine Verzweiflung: Er riss sich von den Bewachern los und gab Fersengeld. Bis auf die Straße vor dem Gerichtsgebäude schaffte es der ehemalige Zeitungszusteller, dann stellte ihm ein mutiger Passant ein Bein, wenige Sekunden später überwältigten ihn die Beamten.

Der 25-Jährige wurde am Montag schuldig gesprochen, sich an einer 15-Jährigen vergangen zu haben. Der Mann hatte während der Verhandlung beteuert, der Geschlechtsverkehr mit dem Mädchen in seinem Lieferwagen sei einvernehmlich gewesen. Er sitzt nun wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr in U-Haft. Sein Fluchtversuch dürfte dem Inder noch einen zusätzlichen Anklagepunkt wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt bescheren.

U-Haft zu Prozessbeginn aufgehoben

Bereits nach dem ersten Verhandlungstag im Mai wurde der Angeklagte verhaftet, dagegen legte er aber Beschwerde ein, der das Wiener Oberlandesgericht Folge gab. Wenig später reiste der Mann nach Indien, laut seinem Verteidiger für einen Besuch seiner kranken Mutter.

(red)

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