Österreich

Vergewaltigung: Opfer hat Angst vor Blutrache

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:35

Schwierige Ermittlungen im Fall der Vergewaltigung einer Kellnerin (23) in Alsergrund. Jetzt kam raus: Die junge Wienerin war in der Nacht auf Mittwoch mit nur einem Paar in ihre Wohnung gefahren.

Jetzt kam raus: Die junge Wienerin war in der Nacht auf Mittwoch mit nur einem Paar in ihre Wohnung gefahren.

Die drei mutmaßlichen Täter (19, 20, 21) kamen uneingeladen nach, als die Kellnerin bereits geschlafen hatte. Das Trio dürfte die Situation ausgenutzt haben. Als das Opfer aufwachte, soll es zum Messer gegriffen und zugestochen haben. Die Burschen wollen von einer Vergewaltigung hingegen nichts wissen.

Zwei der verletzten Männer wurden bereits aus dem Krankenhaus entlassen - eine zusätzliche, psychische Belastung für das Opfer. "Meine Mandantin hat Angst vor Blutrache", so ihre Anwältin zu "Heute".

Notwehr: Opfer als Täterin?

Macht das Gesetz Frauen zweimal zu Opfern? Fakt ist: Auch gegen das Opfer des Sexattacke wird wegen Körperverletzung ermittelt. Erst die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob Notwehr vorliegt. Dann wird das Verfahren eingestellt.

"Man darf so viel Gewalt einsetzen, dass der Angriff beendet wird. Man muss den Angreifer nicht schonen", sagt Dina Nachbaur ("Weisser Ring"). Stiche aus Angst gelten als Notwehr. Sind Wut oder Zorn dabei, könnte aber auch das Opfer verurteilt werden.

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