Vergewaltigung Tulln: Frau dürfte gelogen haben

Eine 40-Jährige soll beim Heurigen betäubt und dann in eine fremde Wohnung verschleppt worden sein. Aber laut Staatsanwaltschaft soll kein Übergriff stattgefunden haben.

Ein mutmaßlicher Vergewaltigungsfall in Tulln beschäftigte jetzt zehn Tage lang Kripo und Staatsanwaltschaft. Eine Frau war am 13. Mai zur Polizei gerannt, gab an, nackt in einem fremden Bett aufgewacht zu sein und einen "Filmriss" zu haben. Sie könne sich nur an arabische Stimmen erinnern ("Heute" berichtete). Erst nach Zögern willigte sie einer Untersuchung im Spital ein, K.O.-Tropfen standen im Raum („Heute" berichtete).

"Verdacht entkräftet"

Am Dienstag erklärte Staatsanwalt Leopold Bien: "Der Verlauf des Abends wurde rekonstruiert. Die Verdachtslage wurde weitgehend entkräftet." Einen arabischstämmigen Mann gab es tatsächlich, dieser war von der Frau zum Heurigen eingeladen worden. Dort tauschten die beiden einvernehmlich Zärtlichkeiten aus.

Und jetzt steht die 40-Jährige plötzlich im Fokus der Ermittlungen. "Es wird gegen die Frau ermittelt, es geht in Richtung falsche Zeugenaussage", bestätigt der erste St. Pöltner Staatsanwalt Leopold Bien gegenüber "Heute". Für die Frau gilt die Unschuldsvermutung.

(Lie)

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