Österreich

Vergewaltigung und Mord: Jetzt Opa festgenommen

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:29

Rätselhafte Bluttat in einer Grazer Teenie-Clique: Sebastian S. soll bei einer Drogenparty seinen Kumpel Marcel S. erschossen haben, weil der ihn gezwungen hatte, ein Mädchen zu vergewaltigen. Sein Opa soll Mittäter sein. Enkel und Opa verscharrten die Leiche in Ungarn - gefunden ist sie noch nicht.

: Sebastian S. soll bei einer Drogenparty seinen Kumpel Marcel S. erschossen haben, weil der ihn gezwungen hatte, ein Mädchen zu vergewaltigen. Sein Opa soll Mittäter sein. Enkel und Opa verscharrten die Leiche in Ungarn - gefunden ist sie noch nicht.

Der Leiter der Grazer Staatsanwaltschaft, Thomas Mühlbacher, hat erst am Montag die Vergewaltigung und den Mord bei einer Drogenparty in Graz bestätigt.

Sonntagvormittag klickten für den 86-jährigen Walter S. in seiner Wohnung in der Grazer Innenstadt die Handschellen. Der pensionierte Hausmeister wird verdächtigt, seinem 16-jährigen Enkel Sebastian nach dem Rachemord bei der Beseitigung der Leiche geholfen zu haben.

Der Krimi, der am 21. Juni zur Verzweiflungstat geführt hatte, könnte aus einem Hollywood-Thriller stammen: Völlig zugedröhnt mit Drogen soll Marcel S. - ebenfalls 16 Jahre alt - die 14-jährige Natascha in einem Partykeller sechs Stunden sexuell misshandelt haben. Als er die Lust verlor, soll er seinen Freund Sebastian mit vorgehaltener Gaspistole gezwungen haben, das Mädchen ebenfalls zu vergewaltigen. Nachdem sich Sebastian S. unter Todesangst an Natascha vergangen hatte, eskalierte die Lage: Sebastian stürmte in die Wohnung seines Opas im selben Haus und schnappte sich ein Gewehr. Kurz darauf soll er damit Peiniger Marcel S. erschossen haben.

Sebastian bei der Mutter festgenommen

Bei der Beseitigung der Leiche half ihm Großvater Walter, dem er die Tat unter Tränen gestanden hatte: Mit dem Auto der Mutter rasten sie nach Ungarn, verscharrten den Toten im Wald und brachten Sebastians Mama, die zur Kur im niederösterreichischen Bad Vöslau war, ihren Wagen zurück. Bei ihr wurde Sebastian verhaftet, es gilt die Unschuldsvermutung.

Sebastians Freunde wollen das alles nicht glauben: "Er ist so ein Lieber. Intelligent, Tierfreund – und immer für andere da!"

Polizei grabt nach Leiche

Laut Mühlbacher sei die Leiche des 16-Jährigen, die angeblich in Ungarn vergraben wurde, noch nicht gefunden worden. Das 14-jährige Vergewaltigungsopfer hatte sich in ärztliche Behandlung begeben und dort die Vorfälle geschildert.

Der Fall ist erst durch die Aussagen des Vergewaltigungsopfers gegenüber Ärzten ins Rollen gekommen. "Das hat sehr abenteuerlich geklungen", so Bacher. Eine erste Hausdurchsuchung in dem Haus in Graz-Geidorf, in dessen Keller die Verbrechen passiert sein sollen, habe den Verdacht zunächst nicht erhärtet. Erst später sei man auf Spuren gestoßen, die auf einen gereinigten Tatort hinwiesen.

 

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