Vergewaltigungs-Opfer in Dubai "begnadigt"

Bild: Kamran Jebreili (AP)

Eine Norwegerin, die in Dubai nach der Anzeige ihrer eigenen Vergewaltigung zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, ist begnadigt worden. Die 24-Jährige habe ihren Pass zurückbekommen und könne das Land nun verlassen, sagte der norwegische Außenminister Espen Barth Eide am Montag.

wurde, ist begnadigt worden. Die 24-Jährige habe ihren Pass zurückbekommen und könne das Land nun verlassen, sagte der norwegische Außenminister Espen Barth Eide am Montag.

Er bedankte sich via Twitter bei allen, die die Bemühungen um die Freilassung der jungen Frau unterstützt hatten. Ein Gericht hatte die 24-Jährige unter anderem wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs zu einem Jahr und vier Monaten Gefängnis verurteilt, wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB vor wenigen Tagen berichtet hatte.

Der Boulevardzeitung "Verdens Gang" sagte die 24-Jährige, die seit 2011 in Qatar gearbeitet hatte, sie sei im März nach einer Feier in der Stadt gemeinsam mit Kollegen auf dem Rückweg in ein Hotel gewesen. Sie sei angetrunken gewesen, woraufhin sie ein männlicher Kollege in sein Hotelzimmer gezerrt habe, statt sie in ihr eigenes zu bringen. Dort soll es zu der Vergewaltigung gekommen sein.

"Dir wird niemand glauben"  

Als sie die Tat bei der Polizei angezeigt habe, habe man ihr gesagt: "Du weißt, dass dir niemand glauben wird." Darauf sei sie festgenommen worden. Norwegens Außenminister Espen Barth Eide sagte gegenüber NTB, es sei seltsam, dass man eine Vergewaltigung anzeige und dann für ein Verbrechen verurteilt werde, das "in unserem Teil der Welt" gar kein Verbrechen sei. "Das geht stark gegen unseren Sinn für Gerechtigkeit."

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