Unklarheit herrscht derzeit über eine Vergewaltigung eines 16-jährigen Burschen in einem Internat einer Berufsschule in Oberösterreich. Wie "Heute" aus Justizkreisen erfuhr, wird derzeit im Schülerheim, direkt im Umfeld vor Ort, ermittelt. Geklärt sei bisher nicht mit Sicherheit, ob sich die Tat zweifelsfrei, wie angezeigt, ereignet hat.
Wie berichtet, war es bereits am 20. Juni zur mutmaßlichen Vergewaltigung gekommen.
Polizei-Infos kurz vor Dienstschluss
Am Sonntagabend, kurz vor Dienstschluss, sandte die Polizei Oberösterreich eine Pressemitteilung mit wenigen Informationen aus. Auf telefonische Nachfrage in der Pressestelle war dann niemand mehr zu erreichen.
Fest steht bisher nur:
Ein Krankenhaus zeigte am 23. Juni die Tat bei der Polizei an, der 16-jährige Schüler begab sich im Spital in Behandlung. Laut eigener Aussage ist er in der Nacht auf 20. Juni von seinem 21-jährigen Zimmerkollegen in einem Internat einer oö. Berufsschule vergewaltig worden. Der Beschuldigte bestreitet die Tat.
Nicht einmal die zuständige Staatsanwaltschaft wollte die Polizei OÖ nennen. "Aus Gründen den Opferschutzes geben wir keine weiteren Informationen bekannt, gar nichts, bitte um Verständnis", hieß es am Montagmorgen von Sprecherin Petra Datscher.
Vertuschungsvorwürfe in der Vorwoche
In der Vorwoche war die Polizei OÖ mit Vertuschungsvorwürfen rund um zwei Vergewaltigungen konfrontiert. Erst über eine Woche nach einer brutalen Vergewaltigung im Keller eines Hauses in der Linzer Dinghoferstraße, nachdem die Medien schon ausführlich berichtet hatten, gab die Polizei offiziell die Taten bekannt. Das zögerliche Vorgehen wurde mit "ermittlungstaktischen Gründen" argumentiert. (rs)